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Premature Ejaculation – vorzeitiger Samenerguss
Unter vorzeitigem Samenerguss versteht man eine verfrühte Ejakulation, die bereits kurz nach Beginn des Sexualkontakts zustandekommt. In der Literatur wird beschrieben, dass manche Patienten schon nach nur 1 bis 3 Minuten zur Ejakulation kommen, sie nicht verzögern können und dies ein dauerhaftes Problem für sie darstellt.
Die Ursache einer PE sind letztlich unbekannt. Vermutet werden nebst psychologischen Gründen auch eine penile Überempfindlichkeit. Es gibt aber auch klare organische Ursachen, wie z.B. eine chronische Prostatitis, eine begleitende Erektionsstörung, schlechte allgemeine Gesundheit und Adipositas. Eine Abklärung bei Beschwerden einer chronischen Prostatitis ist empfehlenswert, ein Screening nach sexuell übertragbaren Krankheiten (STDs) wird ohnehin angeraten. Häufig kann jedoch keine klare Ursache identifiziert werden.
Die therapeutischen Optionen gemäss urologischen Richtlinien beinhalten:
- SSRI, also eine bestimmte Kategorie von Antidepressiva. Ihre Nebenwirkungen, nämlich Verzögerung der Ejakulation, ist hier die gewünschte Hauptwirkungen. Offiziell in der Schweiz zugelassenes Präparat mit dieser Indikation ist Priligy®
- topische Anwendung von Lokalanästhetikum auf der Glans penis, d.h. eine betäubende Creme auf der Peniseichel auftragen, womit die Empfindlichkeit abnimmt
- das Schmerzmittel Tramadol® soll bei Einnahme vor Sexualkontakt ebenfalls die Latenzzeit bis zur Ejakulation verlängern
Als innovative Therapie wird in unserer Praxis Hyaluronfiller entlang dem Eichelrand (Corona glans penis) gespritzt. Die physiologische Überlegung dahinter ist, dass Hyaluronsäure als mechanischer Puffer die Empfindlichkeit der Glans penis reduziert. Gleichzeitig soll die Injektion von wenigen Einheiten Botulinumtoxin am Frenulum ebenfalls die Latenzzeit verlängern. Paradoxerweise wird die Intensität des Sexualkontakts dadurch gesteigert. Diese Behandlung entspricht in ihrer Wirkung auch der ästhetischen Behandlung für den sogenannten «Mushroom», der die Form der Peniseichel hervorhebt.
Die Patienten oft von einer Verbesserung ihres Sexuallebens. Gleichwohl muss betont werden, dass auch diese Behandlung nicht die perfekte Lösung für eine PE ist.
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Wirkung:
vergrössert die Latenzzeit bis zum Samenerguss -
Anästhesie:
Creme oder lokale Betäubung -
Dauer:
45 min -
Risiken und Nebenwirkungen:
Hämatome -
Nachsorge:
für 5 Tage keine Sauna, Vollbad oder Geschlechtsverkehr -
Wirkungsdauer:
6 Monate, gelegentlich bis zu 12 Monate -
Behandlungsschema:
nach Bedarf -
Ausfallzeit:
keine
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Was muss ich vor oder nach der Behandlung mit Exosmart®-PRP tun oder unterlassen?
Ein Verzicht auf Alkohol am Behandlungstag und am Tag zuvor vermindern das Risiko von Blutergüssen. Nach der Injektion von PRP in die Schwellkörper sollten Sie für 5 Tage auf Sauna, Vollbad, Sport und Geschlechtsverkehr verzichten. Nach dem Duschen gut trocknen.
Nach der Behandlung gilt: Für weitere 2 Wochen sollten die oben aufgeführten Schmerzmittel und Aspirin vermieden werden. Die Einnahme von PDE5-Hemmern (Sildenafil, Tadalafil und Vardenafil) in der kleinsten Dosis wirkt syngergistisch zum Exosmart®-PRP, wobei Cialis® (Tadalafil) am geeignetsten scheint. Sofern mit den anderen Medikamenten des Patienten vereinbar, können PDE5-Hemmer über mehrere Monate eingenommen werden.
Vakuumpumpen können ab 10 Tagen nach Injektion angewendet werden, sie führen zu mehr Blutstrom in den Schwellkörpern, was sich positiv auf deren Regeneration auswirkt. Eine Stosswellen-Therapie als Ergänzung kann 2-4 Wochen nach Injektion begonnen bzw. fortgeführt werden.
Das kann in die FAQ Banana Botulinum / Botox® für die Erektionsfähigkeit:
Die Wirkung von Botulinumtoxin tritt nach 1-2 Wochen ein und hält für 3-6 Monate an. Für die Injektion ist keine Anästhesie notwendig, aber auf Wunsch ist eine Betäubung möglich. Die Behandlung dauert etwa 45 Minuten, was aber v.a. die Vorbereitungszeit beinhaltet. Die Injektion selber dauert wenige Minuten.
Das kann in die FAQ Stosswellentherapie
Was muss ich vor oder nach der Behandlung mit Stosswellen (ESWT) oder PRP tun oder unterlassen?
Vor und nach Stosswellentherapie sind keine besonderen Vorsichtsmassnahmen notwendig. Nach der Injektion von PRP in die Schwellkörper sollten Sie gleichentags sportliche oder sexuelle Aktivitäten vermeiden. Nach dem Duschen ebenfalls gut abtrocknen. Ab dem Folgetag sind alle Aktivitäten wie gewohnt erlaubt.
Wenn der Patient das PRP mit Botulinumtoxin kombinieren möchte, dann soll das Botulinum idealerweise 14 Tage vorher injiziert werden. Zur Kombinationstherapie existieren keine Studien. In Anbetracht des Wirkmechanismus erscheint die Kombination aber plausibel und die Risiken minimal.
Wichtig: Die Regeneration der Blutgefässe braucht Zeit, sodass das Resultat erst nach 3 Monaten beurteilt werden kann.
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